»Die nicht sterben« von Dana Gricorcea

Von Vampiren und Menschen

Die nicht sterbenSchlicht und kurz ist die Handlung von Dana Grigorceas Roman »Die nicht sterben«.  Eine junge Malerin aus Bukarest kehrt nach ihrem Kunststudium in Paris zurück zu ihrer Tante in das transsilvanische Städtchen B. Hier verbrachte sie in ihrer Jugend die Ferien, kennt Land und Leute und fühlt sich wie zuhause. Kaum angekommen, nimmt das Unheil seinen Lauf. Bei einem Ausflug stürzt ein Mitglied der Familie in den Tod, eine weitere Leiche – übelst zugerichtet – wird in der Familiengruft entdeckt und daneben ein Sensationsfund:  Das Grab von keinem Geringeren als dem Schreckensfürsten Vlad III. Draculea.

Bedrohlich aufgeladen wird die Handlung durch eben diesen sagenumwobenen rumänischen Fürsten, der Bram Stoker 1897 möglicherweise als historisches Vorbild für seine schreckliche Dracula-Figur Pate stand. Vlad III. regierte im 15. Jahrhundert, ließ seine Gegner zu Hauf auf bestialische Weise ermorden, galt trotz oder gerade wegen seiner Härte als Nationalheld. Nach dem Fund im Familiengrab wird klar: Auch in den Adern der jungen Malerin fließt das Blut des berühmten Pfählers, und sie beginnt ihm fledermausartig zu verfallen …

Buchtipp von Katharina Otto