»Die Bibliothekarin von Auschwitz« Roman nach einer wahren Geschichte von Antonio Iturbe

 

Buchtipp der Woche neu1

Inmitten des Grauens von Auschwitz ist der 14-jährigen Dita ein ungewöhnlicher Beruf zugefallen. Der Blockälteste Fredy Hirsch hat sie zur »Bibliothekarin« ernannt, und damit zur Hüterin acht zerschlissener Bücher, anhand derer den Kindern im Familienlager neben Wissen Menschlichkeit und so etwas wie Normalität vermittelt wird.

Auch Dita selbst schenkt die von ihr liebevoll gepflegte Bibliothek Trost, denn sie weiß: »Ein neues Buch anzufangen ist so ähnlich, als würde man in einen Zug steigen und auf Reisen gehen.« So hält sie die Hoffnung in sich lebendig und findet letztlich sogar den Mut, dem teuflischen Lagerarzt Josef Mengele zu begegnen ...

Einer der großen Romane wider das Vergessen! Bewegend, vielschichtig, gut recherchiert und phasenweise mit jenem Humor, der nur den ganz großen Autoren bei einem solchen Thema gelingt, ohne es zu korrumpieren. Und eine wichtige Lektüre, denn wie Robert Menasse in Die Vertreibung aus der Hölle zurecht mahnte: »Was einmal wirklich war, bleibt immer möglich.«

Buchtipp von Astrida Wallat